Gruppenanalytisches Institut GIGOS

Christine-MorgenrothJahrgang 1952; Prof.Dr.phil.; abgeschlossene Studien in Germanistik und Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie.

 

Professorin für Sozialpsychologie an der Leibniz Universität Hannover. Forschungen zur psychosozialen Problematik von Randgruppen, zu Partizipationsfragen in Großorganisationen, zum Geschlechterverhältnis und zahlreiche Veröffentlichungen. Schwerpunkt von Lehre und Forschung ist eine psychoanalytische Sozialpsychologie.

 

Nach  Abschluss meiner psychotherapeutischen Ausbildung in Transaktionsanalyse und Qualifikationen in verschiedenen anderen Verfahren arbeite ich seit 1980  therapeutisch und beratend, zunächst in einer Einrichtung der evangelischen Kirche, dann in der eigenen Praxis für Psychotherapie, Beratung und Supervision. In den letzten Jahren habe ich einen weiteren Schwerpunkt in der Supervision von Teams und Einrichtungen im Nonprofit-Bereich entwickelt sowie auch international Erfahrung gesammelt in der Begleitung von Changeprozessen von Unternehmen (Personal-und Organisationsentwicklung).

 

Verheiratet mit Oskar Negt und mehrfache Mutter  lebe ich intensiv die Chancen von fester Partnerschaft und stabilen persönlichen und professionellen Beziehungen. Meine beruflichen Aktivitäten orientieren sich an der Überzeugung, dass Wachstum und Entwicklung des einzelnen Menschen ebenso wie von größeren sozialen Einheiten möglich und wünschenswert sind;

 

  • Widerstände und Hindernisse auf dem Weg dahin zu überwinden sind;
  • Gleichwertigkeit aller Menschen und persönliche Autonomie sowohl als Voraussetzung zu achten sind als auch Ziel des Handelns darstellen;
  • all das nur in kommunikativen Zusammenhängen, in persönlicher Beziehung und Bindung erfolgt.

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Angebote

 

Ein Angebot für Paare zum Innehalten und Näherkommen:
DIE ALTE BINDUNG WIEDERENTDECKEN UND NEU BELEBEN

Es gibt bestimmte Themen, die in den meisten Partnerschaften zu Problemen führen. Sie haben z.B. mit Abhängigkeit und Freiheit, Nähe und Distanz oder unterschiedlichen Strategien zur Alltagsbewältigung zu tun, die wechselseitig Angst machen.

Häufig führen ungelöste Probleme zum Schweigen (zumindest über dieses Thema). Es kann zu Distanz in bestimmten Bereichen und zu Entfremdung kommen. Die Bindung lockert sich, und das Wertvolle wird von den ungelösten Problemen überschattet.
Durch themenzentrierte, therapeutisch ausgerichtete Selbsterfahrungsseminare für Paare wollen wir dazu anregen, das Schweigen zu überwinden und die alte Bindung zu erneuern.

Diese Veranstaltungen sind ebenso für Menschen gedacht, die dem Wachstum ihrer Beziehung Raum geben wollen wie auch als Begleitung und Ergänzung zu einer fortlaufenden Therapie.

Themen können sein:
Beziehungsfallen
Sexuelle Identität
Wir und die Kinder (auch die nicht geborenen)
Zukunft unserer Beziehung

Jeweils von 17.00 bis 22.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 6 Paare begrenzt.
Selbstverständlich besteht die Möglichkeit zur Paartherapie auch im klassischen Setting (Sitzungsdauer 90 Minuten, 14-tägig

Leitung: Christine Morgenroth und Hans-Peter Waldhoff



ETHISCHE PROBLEME BERUFLICHEN HANDELNS

Im Beruf vollzieht sich ethisches Handeln in unterschiedlichen
Spannungsfeldern, zwischen individuellen und allgemeinen Wertorientierungen, zwischen Gruppen und Organisationen und unterschiedlichen Kulturen ebenso wie zwischen Organisation und Umweltbedingungen.
Diese Veranstaltung sensibilisiert für das Erkennen von und den Umgang mit Konflikten, die aus diesen Spannungen erwachsen.
Durch die Bewusstmachung persönlicher Werte und Normen wird Bewusstheit für Beurteilungsprozesse und Urteilsfindung erreicht, es geht um die Ausbildung von kritischem Urteilsvermögen. Ziel ist das Erreichen einer persönlich verantwortbaren ethischen Haltung. Sie zeigt sich u.a. in einer Bewusstheit für gegenwärtige und zukünftige Konfliktsituationen.

Die Vermittlung traditioneller ethischer Grundpositionen durch Impulsreferate sowie die berufsbezogene Fallanalyse wird im Seminar ebenso Raum haben wie Selbsterfahrung im szenischen Spiel zur Prüfung und ev. zur Veränderung der eigenen ethischen Grundposition.

Leitung: Christine Morgenroth und Hans-Peter Waldhoff.

Nähere Informationen werden auf Anfrage gern mitgeteilt


DAS MORALISCHE DILEMMA IN MEDIZINISCHEN
GRENZSITUATIONEN

In einer Welt wachsender medizintechnologischer Möglichkeiten, menschliches Leben zu wecken, zu erhalten und zu bewahren entstehen bislang unbekannte Grenzsituationen. Dadurch kommt es immer häufiger zu völlig neuartiger Beanspruchung des medizinischen, therapeutischen und/oder gerontologischen Fachpersonals. (Weiterlesen) Es treten unvorhergesehene und ungewöhnliche Entscheidungssituationen auf, die eine erhöhte gegenseitige Abhängigkeit der am Entscheidungsprozess Beteiligten zur Folge haben, aber auch die Entscheidungsfähigkeit einzelner Personen dieser Gruppe oder kleinerer Teilgruppen erfordern. Die Spannung zwischen hoher Komplexität der Gesamtsituation und notwendiger schneller Einzelentscheidung muss von der Gesamtgruppe aller Beteiligten ausgetragen und aufgefangen werden. Das sprengt oft die Arbeitsfähigkeit des Teams.

Diese häufiger werdenden Grenzsituationen bedürfen einer Dialogfähigkeit aller in das jeweilige System eingebundenen Personen (Ärzte, Pflegekräfte,
Hebammen, Therapeuten), die über das in den Ausbildungen erworbene
professionelle Kommunikationsvermögen hinausgeht. Ebenso wächst ein
Bedarf an Reflexion, Bewusstmachung, Schulung und Umsetzung alternativer Lösungen für diese neuen Herausforderungen.

Gegenstand unseres Angebotes ist es daher,
- solche Reflexionsprozesse anzustoßen und zu moderieren;
- die Entwicklung von alternativen Lösungen zu unterstützen, sowie
- die zur Realisierung notwendigen menschlichen wie professionellen
Fähigkeiten zu fördern.

Wenn Sie an einem solchen Training oder Seminar interessiert sind,
vereinbaren Sie bitte einen Termin zwecks genauer Absprachen.

Leitung: Christine Morgenroth und Hans-Peter Waldhoff


EINSAME SPITZE
Eine Supervisionsgruppe für Frauen in Leitungsfunktionen angesichts neuer Ziele, organisatorischer Innovationen und veränderter Führungsaufgaben.
 
Die Strukturen einer Institution, z.B. einer Schule oder eines Altenheims, die zur Realisierung der Aufgabenstellung nötigen Prozesse sowie die Menschen, die - in beide Bereiche eingebunden - damit tagtäglich umgehen, bilden die Gesamtheit der beruflichen Herausforderungen, denen jede Leiterin sich zu stellen hat.
Ohne die Bedeutung von Struktur und Prozess gering zu achten, steht doch in vielen Bereichen die Arbeitskraft, der Mensch mit seinen Fähigkeiten und
Ressourcen, aber auch mit seinen Widerständen und Grenzen im Zentrum der beruflichen Tätigkeiten der Leiterinnen. Die professionelle Beziehungsarbeit ist aber gerade für Frauen in Leitungsfunktionen nur eine unter vielen Anforderungen, denen sie begegnen. Daraus können sich viele interne, seelische und auch zwischenmenschliche Konflikte ergeben, die den beruflichen Alltag erheblich erschweren.

Inhaltliche Schwerpunkte stellen die Themen persönliche Haltungen,
Interaktionen, soziale Rollen, daraus erwachsende Konflikte und geheime
Absprachen dar.
Die Teilnehmerinnen können erfahren, welche Aktions- und Reaktionsmuster sie persönlich bevorzugen, welche Auswirkungen das haben kann und wie soziale Interaktion durch den persönlichen Kommunikationsstil beeinflusst ist.
Darüber hinaus erleben die Teilnehmerinnen, welche Möglichkeiten sie haben, ineffektive Kommunikation angemessen zu unterbrechen und effektiv umzugestalten.

Die Gruppe arbeitet einmal im Monat für 4 Stunden.
Da die Gruppenzusammensetzung für eine bestimmte Zeit feststehen soll, gilt eine Anmeldung zur Supervisionsgruppe für mindestens 1 Jahr (11-12
Sitzungen).
Die Gruppengröße wird 8 Teilnehmerinnen nicht überschreiten.

Wenn Sie an einem Platz in dieser Gruppe interessiert sind, melden Sie sich
bitte schriftlich an; Sie werden benachrichtigt, sobald ein Platz frei wird.

Leitung: Christine Morgenroth